Medienmitteilung Solothurn, 24. Juni 2026
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Kantonsrat würdigt Leistungen der Kirchen und sichert Finanzausgleich bis 2032
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Solothurn, 24. Juni 2026 - Die drei Landeskirchen des Kantons Solothurn begrüssen die heutigen Beschlüsse des Kantonsrats zum Finanzausgleich der Kirchgemeinden und zur Finanzierung der Landeskirchen. Mit der Zustimmung zum jährlichen Beitrag von 10 Millionen Franken für die Jahre 2027 bis 2032 anerkennt der Kantonsrat die Bedeutung der Leistungen, welche Kirchgemeinden und Landeskirchen täglich für die Bevölkerung erbringen. Gleichzeitig hat der Kantonsrat den Volksauftrag «Kirchensteuer: Opting-Out für juristische Personen» deutlich abgelehnt. Die drei Landeskirchen nehmen dieses Ergebnis mit Dankbarkeit zur Kenntnis.
Die parlamentarische Debatte hat gezeigt, dass die Diskussion weit über Fragen der Kirchenfinanzierung hinausgeht. Im Zentrum standen die vielfältigen Leistungen zugunsten der gesamten Gesellschaft. Kirchgemeinden und Landeskirchen engagieren sich in Bereichen wie Spital-, Gefängnis- und Notfallseelsorge, Familien- und Sozialberatung, Kinder- und Jugendarbeit, Freiwilligenarbeit, Integration, Altersarbeit sowie Kultur und Kirchenmusik. Diese Angebote stehen allen Menschen offen – unabhängig von ihrer Konfession, Religion oder Weltanschauung.
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Leistungen im Wert von 23 Millionen Franken
Die im Frühjahr veröffentlichten unabhängigen Studien haben erstmals umfassend aufgezeigt, welchen Beitrag die Kirchgemeinden und Landeskirchen für das Gemeinwesen leisten. Sie erbringen jährlich gesellschaftliche Leistungen im Wert von über 23 Millionen Franken. Rund 400'000 Stunden Arbeit werden jedes Jahr geleistet, beinahe die Hälfte davon ehrenamtlich. Die drei Landeskirchen freuen sich darüber, dass diese Leistungen im Kantonsrat breite Anerkennung gefunden haben. «Der heutige Entscheid ist Ausdruck des Vertrauens in ein System, das sich über viele Jahre bewährt hat und wesentlich zum gesellschaftlichen Zusammenhalt im Kanton Solothurn beiträgt», betont Urs Umbricht, Präsident der Röm.-kath. Synode des Kantons Solothurn, der die Debatte live mitverfolgt hatte.
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Dank für die breite Unterstützung Die Landeskirchen danken dem Regierungsrat für seine sorgfältige Prüfung der Vorlagen sowie den Mitgliedern des Kantonsrats für die sachliche Auseinandersetzung und die breite Unterstützung. Ein besonderer Dank gilt den zahlreichen Freiwilligen, Mitarbeitenden und Kirchgemeindebehörden, die sich Tag für Tag für ihre Mitmenschen engagieren. Sie sind das Fundament vieler Angebote, die oft im Hintergrund wirken, für die Betroffenen jedoch von unschätzbarem Wert sind.
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Auftrag für die Zukunftl Die drei Landeskirchen verstehen den heutigen Entscheid auch als Auftrag für die Zukunft. Sie werden die ihnen anvertrauten Mittel weiterhin verantwortungsvoll einsetzen, ihre Leistungen transparent ausweisen und sich auch künftig für Menschen in schwierigen Lebenssituationen, für Familien, Kinder, Jugendliche, ältere Menschen und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Kanton Solothurn engagieren. |
Rückfragen Urs Umbricht, Präsident Röm.-kath. Synode des Kantons Solothurn, praesidium@synode-so.ch, Tel. 078 898 87 40 Evelyn Borer, Synodalratspräsidentin Ev.-ref. Kirche Kanton Solothurn, evelyn.borer@ref-so.ch, Tel. 079 334 22 19 |