Plakataktion Ferien


Endlich Ferien! Freuen Sie sich auf unbeschwerte, entspannte und sonnige Tage? Werden Sie sich zurücklehnen, die Sonne, Wärme, leichte Bekleidung und Gemeinschaft geniessen? Oder halten Sie sich auch in den kommenden Wochen lieber zurück und lassen «die alte Normalität» lieber erst später wieder einkehren? Sind Sie vielleicht innerlich und äusserlich so angespannt, dass an Entspannung gar nicht zu denken ist?

 

Nicht für alle bedeutet die Sommerferienzeit auch das, was das Wort «Ferien» ursprünglich bedeutet: Es leitet sich ab von lateinisch feriae «Ferien, Feiertage, Ruhetage, freie Tage, freie Zeit“. »Ferien» gibt es nur in der Mehrzahl (ein sogenanntes Pluraletantum). Sie ist eine «der Erholung dienende, in bestimmten Abständen immer wiederkehrende Zeit von mehreren Tagen oder Wochen, in der Institutionen wie Parlament, Schule, Universität u. a. geschlossen sind, nicht arbeiten». Früher und in anderen Sprachen wurden und werden Ferien als Vakanzen bezeichnet, was vom lateinischen Wort vacans („leer“, „unbesetzt“) kommt.

Dies zur Definition des Wortes «Ferien».

 

Wie können Sie Ihre Ferien definieren. Wie leer und frei sind Ihre Ferientage? Wie gefüllt Ihre Sommerzeiten? Hier eine Möglichkeit, «FERIEN» in diesem Jahr zu buchstabieren:

Ferien bedeuten: 

Zeit Für sich und Gott

Möglichkeit zur Entspannung

Keine ERwartungen an diese Zeiten zu haben

VIel Sonne und ein gutes Mass an Regen

Raum für wEnig Termine

Unzählige Gelegenheiten, zu geNiessen.

 

Sicher fällt Ihnen noch anderes ein, oder?

Jedes Jahr frage ich mich, ob ein Teil der persönlich definierten Ferientage nicht auch für den Alltag heilsam wären? Ob es möglich ist, aus der Sommerferienzeit solch «freie» Zeitfenster in den Alltag zu nehmen? Jedes Jahr funktioniert das begrenzt und punktuell, aber es funktioniert, wenn es mir bewusst ist und ich es versuche: In den Ferien und im Alltag.

In diesem Sinne: Gute, behütete Sommer- und Ferientage, die in den Alltag ausstrahlen und ihn wärmen und die achtsam gelockerten Pandemiezeiten erträglich machen, wünscht Ihnen 


Dorothea Neubert, Pfarrerin in Aetingen-Mühledorf 


Gestaltung, Bossard-Grafik, Lohn-Ammannsegg

Keramik, Doris Althaus, Solothurn