Stitung Kinderheime Solothurn

 

Seit mehr als 50 Jahren gibt es die Stiftung Kinderheime Solothurn. Was als Grossfamilie angefangen hat, ist heute professionell organisiert. Stiftungsratspräsident Rudolf Köhli erzählt, weshalb er die Stiftung präsidiert und es immer mehr Kinderheime braucht: 




Huus am Schärme in Hägendorf

Huus am Schärme in Hägendorf

"Am 01. März 1956 unterschrieben die Damen Elisabeth Schäfer-Flügel und Priscilla Grob-Gelzer vom Verband reformierter Frauenvereine des Kantons Solothurn und die Herren Paul Stuber-Fuhrer und Max Hunziker-Hofer vom Verband evangelisch-reformierter Kirchgemeinden des Kantons Solothurn vor dem Notar Hans Wertmüller in Solothurn die Stiftungsurkunde und gründeten damit die „Stiftung evangelisch reformierte Kinderheime des Kantons Solothurn“.


Boeglihuus in Derendingen


Das Stiftungskapital, der grosse Einsatz der reformierten Frauenvereine und der Kirchgemeinden und der Eingang von Spenden machten es möglich, dass bereits im Jahr 1960 die ersten Kinder im Huus am Schärme in Hägendorf einziehen konnten. Betreut wurden die Kinder und Jugendlichen anfangs von den Heimeltern Eva Maria und Werner Stalder und in der zweiten Phase von Marianne und Dieter Käbisch. In Spitzenzeiten wohnten bis zu 19 Kinder und Jugendliche gleichzeitig am Schärme. Im Jahr 1985 fand ein Generationenwechsel statt. Ein junges Team übernahm die verantwortungsvolle Aufgabe. Käthy und Markus Wüthrich und Dorothe Wiemann leiteten das Haus während 8 Jahren. In dieser Zeit kam ein zweites Kinderheim dazu: Das Böglihuus in Derendingen nahm im Jahr 1992 den Betrieb auf und wurde während 11 Jahren durch Lotti und Pius Steiner geleitet. 1993 übernahm Fredy Meury zusammen mit einem Team das Huus am Schärme. Parallel zu den Veränderungen in der Heimlandschaft wurden die beiden „Grossfamilien“ langsam in sozialpädagogische Institutionen umgewandelt und haben sich heute im Kanton Solothurn als professionelle Kleinheime im nicht IV-Bereich klar positioniert. Mit der grundlegenden Umstrukturierung im Sommer 2003 hat sich die Stiftung einen neuen Namen gegeben und das längerfristige Überleben sicher gestellt.


BeWo Grenchen


Im Herbst 2004 antwortete die Stiftung auf ein immer grösseres Bedürfnis nach Aufnahme von Jugendlichen ab 16 Jahren mit dem Projekt „Begleitetes Wohnen“. Heute werden an drei Standorten im Kanton Jugendliche beiderlei Geschlechts in Wohngemeinschaften teilbegleitet und auf ein selbständiges Wohnen trainiert. Seit Sommer 2009 betreut die Stiftung neu auch Familien mit Kindern zu Hause in ihren Wohnungen. Diese ambulante Familienbegleitung wird weiter ausgebaut und hat zum Ziel, Familien zu stärken und damit Platzierungen in Heimen möglichst zu verhindern.


BeWo Wangen

Die Stiftung Kinderheime Solothurn hat sich gut entwickelt. Sie war immer bestrebt, am Puls der Zeit ihren Beitrag für die Gesellschaft zu leisten. All dies war nur möglich dank dem Einsatz der Heimleitungen, des Stiftungsrates, der Heimkommissionen, der Spenderinnen und Spender, der breiten Vernetzung und der guten Zusammenarbeit mit den kantonalen Aufsichtsbehörden.

Wir blicken auf mehr als 50 Jahre Bestehen zurück und können feststellen, dass die Saat, welche die Gründerfrauen gelegt haben, aufgegangen ist und die Pflanze gedeiht."

Rudolf Köhli, Präsident des Stiftungsrates



Website der Stiftung Kinderheime Solothurn